PAZ vom 4.7.2011

Projekt gegen Vandalismus

„Hier bin ich gern“ – unter diesem Titel greift die Aueschule Wendeburg – ab August Oberschule – eine Kampagne gegen Vandalismus und Graffiti der Deutschen Bahn Regio AG auf. Darin sollen die Schüler Gebäude und Gelände der Schule in vielerlei Hinsicht verschönern.

Auftakt für das Projekt gegen Vandalismus: Schüler, Lehrkräfte, Vertreter der Bahn, der Polizei und des Ministeriums kamen in der Mensa zusammen.
Auftakt für das Projekt gegen Vandalismus: Schüler, Lehrkräfte, Vertreter der Bahn, der Polizei und des Ministeriums kamen in der Mensa zusammen.

Wendeburg. Abgerissene Hörer in Telefonzellen, verschmierte Fahrpläne in Buswartehäuschen, bemalte und beschmierte Busse und Bahnen – allein 50 Fälle von illegalen Graffitis gab es 2010 im Landkreis Peine, schilderte Polizei-Inspektionsleiter Wilfried Berg bei der gestrigen Auftaktveranstaltung. 50 Fälle, die 30.000 Euro Schaden bedeuteten. „Das sind Sachbeschädigungen, keine Spielereien“, machte Berg deutlich.

Dies unterstrich auch Dr. Karsten Steinhoff von der DB Regio AG. Bei der Kampagne gehe es nicht darum, mahnend den Zeigefinger zu erheben, sondern die Konsequenzen aufzuzeigen.
„Graffiti und Vandalismus sind Probleme, die uns nicht fremd sind“, sagte Schulleiter Dieter Carlens. Daher habe sich die Schule sofort entschlossen, sich zu beteiligen. „Wir sparen durch die Prävention Kraft und Zeit ein“, so Carlens.

Federführend betreut wurde das Projekt, für das sich die Aueschule als Pilotschule zur Verfügung gestellt hat, von Mobilitäts-Fachberaterin Astrid Meine. „Der Zerstörungswille ist gering, wenn ich vorher etwas verschönert habe“, erklärte sie den Hintergrund des Projekts. Anschließend stellte eine Arbeitsgruppe die mit der Schülervertretung abgestimmten Teilprojekte vor.

Geplant sind: Uni-Sport, Theaterbesuche und eigene Theaterprojekte, das Medienbox-Spiel „Max und Jenny“, das Verschönern der Pausenhallen-Säulen im Stile Hundertwassers, Klodeckel-Kunst und die Gestaltung von Sitzmöglichkeiten auf dem Außengelände. Traum der Schüler sei außerdem ein eigener Streitschlichter-Raum, eventuell sei dieser in einem alten Eisenbahnwaggon realisierbar. Die Arbeiten, an denen sich alle Schüler beteiligen, sollen nach den Ferien beginnen.

Die Projektwoche findet vom 10. bis 13. Oktober statt.