Schüler erleben Einfluss von Alkohol auf Motorik und Wahrnehmung

   Präventionstag an der Wendeburger Aueschule –    Lehrreiche Erfahrungen für sämtliche Jahrgänge

   Von Bianca Aust

   WENDEBURG. Alkohol, Cannabis, Kokain: Dass auf    Jugendliche auf dem Weg ins Erwachsenenleben Gefahren    lauern, ist nicht neu. Im Gegensatz zur Art und Zahl der Klippen,    die umschifft werden müssen.

   "Cybermobbing war noch vor zehn Jahren kein Thema", legt    Dieter Carlens, Leiter der Wendeburger Aueschule, dar.    Mittlerweile bildet die gezielte Schikane Einzelner im Internet    keine Ausnahme mehr, berichtet Carlens aus Erfahrung. Mit    entsprechendem Selbstverständnis nahm Schulsozialarbeiterin    Stephanie Winter das Thema Cybermobbing auf in die Reihe    der Projekte zum Präventionstag, an dem sich gestern    sämtliche Jahrgänge der Aueschule beteiligten.

   Während die fünften Klassen lernten, Frust mit Bewegung zu    begegnen, fuhren andere zum Lukas-Werk nach Peine,    bekamen Besuch von Mitgliedern der Anonymen Alkoholiker    oder wurden von Vertretern der Landesstelle Jugendschutz    Niedersachsen über Stolperfallen in der Handy-Nutzung    informiert. "Die Bandbreite dessen, wofür Jugendliche ihr    Handy nutzen, ist groß", beschreibt Landesstellen-Mitarbeiterin    Tanja Opitz. Telefoniert, gesimst, im Internet gesurft werde oft    genug ohne Gedanken an die Folgen. Ziel des Projekts sei es,    das Bewusstsein der Heranwachsenden für die Verwendung    des Mobiltelefons zu wecken, sie zum kritischen Umgang mit    dem Medium zu bewegen.

   Bewusstsein zu wecken, und zwar für die Lücken innerhalb der    eigenen Fähigkeiten, war ebenso Ziel der Mitarbeiter der    Peiner Fahrschule Huter. "Entfernungen oder    Geschwindigkeiten einschätzen – das fällt den Jugendlichen    schwer", berichtet Fahrlehrer Dirk Holzhausen. Ebenso, wie sie    die Wirkung von Zusammenstößen nicht überblicken können.

   "Meinst du, du könntest das Lenkrad eines Autos noch halten,    wenn du mit 14 Stundenkilometern auf ein Hindernis prallst?"    Bei der Frage des Fahrlehrers wirkt Zehntklässler Schakin    Haybatow noch optimistisch, der Selbstversuch im    Aufprallsimulator ernüchtert ihn.

   Den Einfluss von Alkohol auf Motorik und Wahrnehmung lässt    Fahrlehrer Bill Huter die Schüler mittels einer Prismen    verschiebenden Brille entdecken. Schritte folgen einer    imaginären Schlangenlinie, Bilder verschwimmen zu Schlieren.    Vorgegaukelte 1,6 Promille nehmen die Sicht auf die Straße,    auf andere Verkehrsteilnehmer. Auf mögliche Konsequenzen.

   Freitag, 29.01.2010

Selbst fahren mit dem Fahrschullehrer

Aufprall-Simulator

   Die Auswirkungen eines Aufpralls bei    niedrigster Fahrgeschwindigkeit    demonstrierte Fahrlehrer Dirk    Holzhausen (rechts) gestern während    des Präventionstages an der    Wendeburger Aueschule. Im Simulator    sitzt Zehntklässler Schakin Haybatow.    PN-Foto: Bianca Aust

Einweidung


Beim Interview

Bianca Aust beim Interview

Zusehen und später selbst fahren

   Am Aufprallsimulator und    anschließend mit den Fahrschullehrern    unterwegs