Das Ergebnis sind klare Regeln, mit denen sie Streitende miteinander versöhnen wollen.
„Wir lassen uns ausreden, beschimpfen uns nicht, behandeln alles vertraulich" - so lauten einige davon. In jeder Pause können Schüler die Streitschlichter aufsuchen und ihnen ihr Problem erklären. Gemeinsam wird dann nach Lösungen gesucht. „Wenn wir eine Lösung gefunden haben, schließen wir einen Vertrag mit den Schülern ab und überprüfen nach einer Woche, ob sich alle Parteien daran halten", erklärt Fabian Schmidt. Jede Woche findet außerdem eine Supervision mit den Betreuerinnen Ilse Bröcker und Sozialpädagogin Stephanie Winter statt. Winter hat selbst eine Mediatorenausbildung gemacht.
Einen „Ernstfall" gab es bereits in der Aueschule. „Drei Schüler haben sich gestritten", erzählen die Streitschlichter. „Sie waren eifersüchtig aufeinander. Wir haben eine Lösung für ihr Problem gefunden." Schulleiter Dieter Carlens freut sich über die Unterstützung der Schüler. „Diese Aufgabe ist für die Schule ganz wichtig." So sieht es auch Stephanie Winter: „Es ist sehr sinnvoll, die Konfliktfähigkeit der Schüler zu trainieren. Sie sollen Möglichkeiten haben, eigene Wege zur Lösung von Problemen zu entdecken.
Von Sandra Sliepen