Viele Ideen umgesetzt, viele nocht nicht - nach den Ferien geht´s weiter

"Hier bin ich gern" -Aula, Schulhof und Sportplatz wurden verschönert. Die Wendeburger Aueschule ist Pilotschule für eine Aktion der Deutschen Bahn AG, des Innenministeriums und des Kultusministeriums gegen Vandalismus und illegale Graffiti. Graue Wände, kaum Sitzmöglichkeiten – das war einmal. Nun gibt es in der Aula bunte Wände und Sitzgruppen – und eine Kunstausstellung. Sportplatz, Schulhof, Aula, sogar die Klodeckel in der Aueschule haben eine Verschönerungskur erhalten: Am Donnerstag, 13. Oktober, von 15 Uhr an werden die Ergebnisse des Schulprojektes "Hier bin ich gern" vorgestellt.

 

Während ihre Mitschüler in der Schule werkelten, ließen sich sechs Schülerinnen im Atelier der Vechelder Künstlerin Gisela Salverius inspirieren – und so sind auf Großformaten sechs Malerei Märchenlandschaften und Phantasiewelten entstanden.

Gearbeitet wurde mit Acrylfarbe, Strukturpaste und verschiedenen Papieren, je nach Belieben. Wenngleich Lena, Julia, Isabell, Kim und die beiden Alinas ihre Werke sehr kritisch betrachten, kommt von ihrer Lehrmeisterin ein Lob: "Ich bin sehr zufrieden", sagt Gisela Salverius.Viel bewegt wurde auch auf dem Sportplatz und auf dem Schulhof. "Viele Handwerker haben uns geholfen", sagt Projektleiterin Astrid Meine begeistert. Die Gemeinde habe nicht nur Material gestellt, sondern auch die Bauhof-Mitarbeiter und den Jugendpfleger entsandt, um mitzuhelfen. Dazu Schüler und Lehrer, "alle haben ganz super gearbeitet".Mittwoch, 12.10.2011

Braunschweiger Zeitung/Peiner Nachrichten vom 18.10.2011 - von Bettina Stenftenagel

"Hier bin ich gern" - Projektleiterin zieht positive Bilanz

Eine rundum positive Bilanz zieht Astrid Meine, Leiterin des Projekts "Hier bin ich gern" an der Wendeburger Aueschule, seit diesem Schuljahr Oberschule. Während der Projekttage habe die Schule Hilfe von vielerlei Seiten erfahren, zum Beispiel von Handwerken. "Das hat uns Mut gemacht, auf Menschen zuzugehen und sie um Hilfe zu bitten", präzisiert die Lehrerin. "Denn wir können viele Dinge nicht." Zum Beispiel mit Holz arbeiten oder Dächer decken. Beides aber war für den Bau des Pavillons auf dem Schulhof erforderlich. "Wir haben Handwerker gefragt – und ganz viele haben uns kostenlos geholfen", sagt Astrid Meine und hebt noch einen weiteren positiven Nebeneffekt hervor: Schüler, Lehrer und Handwerker seien miteinander ins Gespräch gekommen. Auch die Möglichkeiten für Praktika und Ausbildungsplätze seien dabei Thema gewesen. "Das war ausgesprochen hilfreich."
Einige Ideen wurden bei den Projekttagen umgesetzt, längst nicht alle. "Wir wollen deshalb nahtlos an die Projekttage anknüpfen", sagt die Projektleiterin. Gleich am Freitag wurde eine Arbeitsgruppe benannt, wie sich mit den nächsten Verschönerungsaktionen befassen wird. "Der Sportplatz wird nur noch zum Teil für den Schulsport genutzt. Ein Teil könnte umgenutzt werden", erklärt Astrid Meine. Gedacht sei, kleine Felder anzulegen, für Ballspiele in den Pausen.

"Und unter dem großen Ahorn könnte ein grünes Klassenzimmer entstehen. Und – das wünschen sich die Schüler sehnlich – im Innenhof bei den Werkräumen – ein Strand mit Schilf und Liegewiese." Eine weitere Idee brachte ein Büro für Stadt- und Regionalentwicklung ein, das während der Projekttage – ebenfalls kostenlos – den gesamten Schulhof überplant hat. "Weil hier überall so viel von der Aue die Rede ist, schlugen die Planer vor, den Weg zu Aueschule blau zu gestalten." All diese Dinge müssten jedoch mit dem Landkreis als Schulträger besprochen werden.

Montag, 17.10.2011


Zusammen mit Handwerken errichteten Schüler der Aueschule bei der Projektwoche auf dem Schulhof unter anderem einen Pavillon.                            Foto: Bianca Aust 

So stand es in der "Peiner Allgemeine Zeitung - PAZ"

Tolle Projekte und ein Streitschlichter-Bus

Aueschule Wendeburg präsentierte Ergebnisse des Anti-Vandalismus-Projekts „Hier bin ich gern"

„Hier bin ich gern": Unter diesem Motto hat die Aue­schule Wendeburg an einem Pilotprojekt gegen Vandalismus und Graffiti teilge­nommen. Gestern stellten die 28 Gruppen ihre Projek­te dazu vor. Zudem erhiel­ten Schüler und Lehrer eine Überraschung: Einen aus­rangierten Bus als Raum zur Beratung und Streitschlichtung.

WEWDEBURG. Sie haben einen Pavillon gebaut, einen Regen­bogen - das Logo der Aue­schule - als großes Mosaik gestaltet, Kissen und Bänke für die Aula hergestellt und, und, und: 360 Schüler haben, un­terstützt von Handwerkern, Projektleitern und Lehrern ihre Ideen zur Schulverschönerung umgesetzt.

 

Zur Würdigung der Ergebnisse waren zahlreiche externe Sponsoren, Helfer sowie Eltern gestern in die Mensa der Aueschule gekommen. „Die Schüler haben begeistert mitgearbeitet“, sagte Schulleiter Dieter Carlens. Neben der Verschönerung von Gelände und Gebäude hatte die Aktion aber auch noch einen anderen Zweck: „Es soll den Schülern zeigen, wie unsinnig es ist, Dinge zu zerstören, die mit viel Arbeitsaufwand hergestellt wurden."
Stolz zeigte sich auch Mobilitätsberaterin Astrid Meine, die das Projekt federführend begleitete. Sie wies darauf hin, dass noch längst nicht alle Ideen umgesetzt seien. „Wir träu­men noch von einem Aue-Beach im Innenhof, Kletterwänden und weiteren Sitzmöglichkeiten auf dem Schulhof."
Einen Wunsch konnte die Regionalbus Braunschweig GmbH Schülern und Lehrern bereits erfüllen. Sie spendierte der Aueschule einen 16 Jahre alten, ausrangierten Bus für das Schulgelände. „BUS steht für Beratung und Streitschlichtung, die hier in den Pausen stattfinden soll“, er­klärte Carlens. Aber auch für die Schülervertretung und den Verkehrsunterricht steht der Bus zur Verfügung.              Web

Hintergrund : Die Kampagne

Ausgangspunkt des Projekts war die Medienbox „Mach nicht alles kaputt“. Sie entstand im Zuge der Kampagne gegen Vandalismus und illegale Graffiti als Aktion der DB Regio AG, der Aufgabenträger des Öffentlichen Personennahverkehrs, der Bundes-, der Landespolizei Bremen und Niedersachsen sowie des Präventionsrates Niedersachsen.